Ein Mensch ist unerwartet verstorben. Die Notfallseelsorge wird gerufen. Die diensthabende Pastorin begegnet den betroffenen Angehörigen meistens im häuslichen Kontext. Vieles fordert hier heraus: die Nähe zum Tod, die Reaktionen der Angehörigen, die Augen Fremder, die auf der Seelsorgerin ruhen.
Seelsorge an der Grenze des Lebens verweist auf existentielle Fragen: Worauf vertraue ich angesichts des Todes? Was ängstigt oder erschreckt mich, was gibt mir Halt? Welche Haltungen und Hilfestellungen haben sich bewährt? Der Kurs verleiht Sicherheit, in dem er auf den Ausnahmezustand vorbereitet, in dem Notfallseelsorge geschieht.
Inhalte und Methoden
- Ein Einsatz von A bis Z
- Fälle besprechen und Erfahrungen austauschen
- Die eigene Rolle und Haltung klären
- Eigene Ressourcen und Glaubenssätze reflektieren
- Eine Todesnachricht überbringen
- Abschied und Aussegnung gestalten
- Regeln in der Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten
Dieser Kurs wird als Modul 1 der Ausbildung in Notfallseelsorge zertifiziert. In Hamburg und Schleswig-Holstein bildet er für den Einsatz im häuslichen Bereich fort. Für den Einsatz im öffentlichen Raum braucht es das Modul 2. In Mecklenburg und Pommern gibt es nur eine Einsatzbereitschaft. Erst mit Erwerb der Qualifizierung für den häuslichen und den öffentlichen Raum (Modul 1 und 2) kann die Einsatzbereitschaft dort übernommen werden.