Healing of Memories ist als spirituelle und narrative Praxis im südafrikanischen Kontext entstanden. Die Arbeit beruht auf der Erfahrung, „dass wir alle Heilung brauchen. Wir brauchen Heilung für etwas, das wir getan haben, für das, was wir nicht getan haben und für das, was uns angetan wurde.“
Grundlage ist die Beobachtung, dass Spaltungen und Verletzungen in der Vergangenheit und/ oder in der Gegenwart uns als Einzelne, als Gesellschaft und als Nationen betreffen. Deshalb gehört die Frage: Wie hat die Geschichte meines Landes mich und meinen Glauben geprägt“ in den Workshop.
Ziel des Workshops ist es, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen Erzählräume zu eröffnen und sie in ein verändertes Verständnis von sich selbst und voneinander zu begleiten. Die unterschiedlichen Prägungen durch Ost und West in unserer Nordkirche sind dabei bereichernd. Wir werden mehr mit dem Herzen verstehen als mit dem Kopf. Anders als in der Seelsorge oder in der Therapie sind die 4 teilnehmenden Begleiterinnen/ facilitators (Frauke Eiben, Annette Reimers-Avenarius, Julika Koch, Silke Meyer) nicht abstinent, sondern teilen ebenfalls ihre Geschichte.
Die Erfahrungen von Healing of Memories zeigen: Wenn die persönlichen Geschichten einzelner Menschen gehört und gewürdigt werden, kann dies für den einzelnen Menschen und die Gruppe heilsam sein. Es können gemeinsame Wege auf der Grundlage von gegenseitigem Verstehen und gemeinsamen Werten neu und anders gefunden werden.
Die Arbeit ist präventiv, heilend und ermächtigend.
Im Kolleg werden wir gemeinsam den Ablauf eines Healing of Memories-Workshops durchlaufen. Die Abende gehören zum Workshop-Programm. Im zweiten Teil des Kollegs geht es um die Hintergründe der Entstehung, die Reflektion des Konzepts und die Möglichkeiten der Weiterarbeit.
https://healing-memories.org/